Agenda 2030: Großbaustelle Nachhaltigkeit

Deutschland muss Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung übernehmen. Bild: © Impuls CCD [CC BY-SA 4.0] - Wikimedia Commons

Im September 2015 wurde auf einem Gipfel der Vereinten Nationen in New York von allen Mitgliedsstaaten die sogenannte Agenda 2030 für Nachhaltigkeit verabschiedet. Sie soll eine Grundlage für weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit schaffen. Dabei soll auch die ökologische Belastbarkeit der Erde beachtet und vor allem nicht überschritten werden.1

Die sogenannten fünf großen „Ps“, also People, Planet, Prosperity, Peace und Partnership sollen bei der Verfolgung der 17 Hauptziele die Leitlinien für Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten sein. Auch die Bundesregierung hat sich als Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen für die Agenda 2030 verpflichtet und somit Verantwortung für eine nachhaltigere Zukunft übernommen. Doch inwiefern hat die Bundesrepublik ihre Ziele in den letzten zwei Jahren umgesetzt? Und welche Herausforderungen müssen nach der Bundestagswahl in Angriff genommen werden? Zu diesen Fragen haben elf Verbände, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in ihrem neuen Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit – Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda | 2017“ geantwortet. 42 Experten geben darin ihre Einschätzung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik von der Steuergerechtigkeit, über Armutsbekämpfung bis hin zu Gewaltprävention ab.2

Das allgemeine Fazit der Experten lautet,  dass Deutschland wohl noch meilenweit von einer nachhaltigen Entwicklung entfernt ist. Das betrifft die Menschen hierzulande sowohl in sozialer, ökonomischer, als auch ökologischer Hinsicht. „Nachhaltigkeit“ für Deutschland hieße also auch, die Lebenssituation der Menschen hierzulande zu verbessern. Zudem hat Deutschland einen „Fußabdruck“ in der Welt, der um Längen größer ist, als er sein sollte. Das gilt sowohl für unseren Ressourcenverbrauch als auch für Treibhausgase und natürlich auch für die Agrarpolitik und den deutschen Außenhandel. Der letzte Punkt, an dem Deutschland noch hart arbeiten muss, ist seine internationale Verantwortung. Bisher wird die BRD ihr nicht gerecht. Bereiche wie Entwicklungszusammenarbeit, aber auch globale Wirtschafts- und Umweltpolitik müssen, um die Agenda 2030 auch wirklich zu realisieren, noch stärker verändert werden.3

Auf die neue Bundesregierung warten demnach viele Baustellen, bei denen sich zeigen wird, ob sie es ernst meint mit der Durchsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Wünschenswert wäre es, denn wie der ehemaliger UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon schon feststellte, könnten wir die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.4

  1. Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung; Stand vom 05.09.17 []
  2. Entwicklungspolitik Online: Bericht Großbaustelle Nachhaltigkeit-Deutschland muss noch viel tun; 05.09.17 []
  3. Deutschland und die göobale Nachhaltigkeitsagenda|2017 Großbaustelle Nachhaltigkeit; Stand vom 05.09.17 []
  4. 2030 Agenda: Deutschland bleibt eine Großbaustelle in Sachen Nachhaltigkeit; 05.09.17 []

Über Katharina / earthlink

Zurzeit studiere ich Politikwissenschaft an der LMU in München. Um meine freie Zeit in den Semesterferien sinnvoll zu nutzen, engagiere ich mich bei earthlink für eine gerechtere und nachhaltigere Welt.
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