Projekte: Schutz des Gebietes des Awa-Volkes in Kolumbien

Regenwaldschutz durch politische Lobbyarbeit und juristische Betreuung indigener Territorien
Die Gesetzgebung Kolumbiens ist in Bezug auf die Rechte der Indianer verhältnismäßig fortschrittlich. Aber Papier ist geduldig. Ohne die engagierte Unterstützung durch einen in Indianer- und Landrechtsfragen versierten Rechtsanwalt aus Bogota kämen auch die Awa nie zu ihrem Recht - dem verbrieften Recht auf Erhaltung ihrer Kultur und Sprache, auf nachhaltige Bewirtschaftung ihres traditionellen Landes und vor allem den Erhalt ihres Lebensraumes, den Regenwald. Die Awa kämpfen hierfür und konnten bereits beachtenswerte Erfolge erzielen. Die oben erwähnten Landkäufe der INCORA und die inzwischen 18 (sehr unterschiedlich große) anerkannte Reservate konnten nur so erstritten werden.
Aber auch die Kosten dieses Rechtsbeistandes können die Awa, die oft meist außer einem kleinen Stück Land und ihrer Arbeitskraft selbst nicht viel besitzen, nicht aus eigenen Mitteln aufbringen. Dabei steht die Wichtigkeit dieser juristischen Beratung für die Awa und damit für die Erhaltung des Regenwaldes auch angesichts der bisherigen Erfolge außer Frage.

Juristische Beratung und Lobbyarbeit der UNIPA
(Finanzierung ab dem Jahr 2000 noch nicht gesichert!)

Die Awa in Kolumbien haben es in erstaunlich kurzer Zeit geschafft, mit ihrer Organisation UNIPA Einfluß zu nehmen auf die Entscheidungen der lokalen, regionalen und nationalen Behörden und Gremien zugunsten des Waldschutzes und des Schutzes des traditionellen indigenen Territoriums. Insbesondere die im Umgang mit der „weißen" Zivilisation gewandteren jungen Awa investierten hierfür einen großen Teil ihrer verfügbaren Zeit. Allein der zeitliche Aufwand, um mit den Awa-Gemeinden in entlegeneren Gebieten zu kommunizieren, sich zu treffen und abzusprechen und so den Einfluß der Organisation zu stärken, ist enorm.
Hinzu kommen dann die notwendigen Besuche und Präsenz in den „Zentren der Macht", Tumaco, Pasto und Bogota, denn natürlich nimmt kaum ein Regierungsvertreter den mühsamen Weg in die entlegenen Reservate auf sich.
Wie wichtig der ständige persönliche Kontakt zu den Behörden und die fachkundige Bera-tung auch für den weiteren Erfolg der Bemühungen zum Schutz des Lebensraumes Regen-waldes ist, zeigen einerseits die bisherigen Zugeständnisse der Regierung, als auch andererseits die zur Zeit noch 14 in Verhandlung befindlichen Reservate, die zusammengenommen rund 90.000 Hektar schützen sollen.
Damit die Awa ihre Schutz-Interessen in diesem Prozess der Anerkennung angemessen durchsetzen und forcieren können, benötigen sie dringend auch eine kontinuierliche juristische Beratung und Vertretung. Neben den von den Awa erbrachten Zeiteinsatz fallen hierfür die Honorarkosten für den Anwalt in Höhe von 500 US$ und Reisekosten und Spesen von 200 US$ im Monat, sowie Reisekosten und Spesen für die Awa noch einmal in Höhe von monatlich etwa 200 US$ an.
  Wir bedanken uns herzlich bei:
AIR FRANCE
für ihre Unterstützung bei der
Realisierung von
Projektbetreuungsreisen

  LifeCreation e.V.LifeCreation e.V. für die Übernahme einer Fördermitgliedschaft zu Gunsten dieses Projektes.    

weitere Infos zu unserer Zusammenarbeit mit den Awa-Indianern:

| Allgemeines | Aktuelle Landkäufe | Bisherige Landkäufe | Juristische Unterstützung| Brückenbau | Bildungsprojekt | Gesundheitsprojekt |

Fortsetzung der Tour

Zurück zur Projekte-Übersicht

EarthLink? | Projekte | SIE & EarthLink | EarthLink! | Ihre Nachricht | Homepage

zum Seitenanfang