Projekte: Schutz des Gebietes des Awa-Volkes in Kolumbien

Schutz des Regenwaldes durch strategische Landkäufe
Einige nicht-indianische Siedler besitzen Flächen innerhalb der Reservate, zum Teil direkt entlang natürlicher Grenzen, wie z.B. Flüsse. Diese strategisch Flächen sind für den Schutz des Reservates von außerordentlicher Bedeutung und deshalb wollen die Awa sie wieder in ihre Reservate eingliedern und damit vor zerstörerischen Zugriffen langfristig wirksam schützen.
Der Fluß Güiza zum Beispiel, als natürliche und relativ einfach zu kontrollierende Barriere gegen die Invasion von Holzeinschlag, Ölpalmplantagen und Viehzucht wird von einzelnen Siedlern überwunden. Gelingt es Großgrundbesitzern solche Flächen aufzukaufen, könnten die Indianer dem Invasionsdruck nur wenig entgegensetzen. Der Kauf solcher strategisch wichtigen Flächen von zusammen nur einigen hundert Hektar durch die Awa, die sich selbst als Schützer des Waldes und ihres Lebensraumes verstehen (und dies auch schon in vielen Situationen bewiesen haben), trägt so gemeinsam mit anderen Schutzbemühungen zum langfristen Schutz von über 200.000 Hektar Regenwaldgebiet bei.
Diese Landkäufe wären für die Awa aus eigenen Mitteln unmöglich, wenngleich sie bereits einige kleine Parzellen in Naturalien zurückkaufen konnten. Die Awa betreiben daher seit Jahren die Durchsetzung ihrer gesetzlich garantierten Ansprüche, inzwischen auch mit vorzeigbaren Erfolgen: Die staatliche Behörde für Landreform INCORA hat bereits ein knappes Dutzend Grundstücke von insgesamt 665 Hektar zugunsten der Awa gekauft. In vielen Fällen greift aber keine rechtliche Grundlage, auf deren den Awa der Schutz ihres Lebensraumes Regenwald erreichbar scheint. Die Indianerorganisation UNIPA (Unidad Indigena del Pueblo Awa = Indianervereinigung des Awa-Volkes) bittet uns deshalb, beim Kauf der von Siedlern beanspruchten Flächen zu helfen. Über 1.000 Hektar konnten bereits mit Spenden in die Obhut der Awa zurückgegeben werden!

weitere Landkäufe (Finanzierung noch nicht gesichert!)
Die Awa streben außer den vorgenannten Landkäufen in den nächsten Monaten noch mindestens zwei weitere an. Welche konkreten Flächen hierfür priorisiert werden, muß auf einer Versammlung der Governadores (gewählte Gemeinde-Chefs) aber erst noch diskutiert und beschlossen werden. Für diese Landkaufmaßnahmen sollten etwa zusätzlich DM 10.000 verfügbar sein. Hinzu kommen Kosten für die organisatorische Abwicklung des Kaufs in Höhe von erfahrungsgemäß etwa 20% des Kaufpreises.



  Wir bedanken uns herzlich bei:
AIR FRANCE
für ihre Unterstützung bei der
Realisierung von
Projektbetreuungsreisen

  LifeCreation e.V.LifeCreation e.V. für die Übernahme einer Fördermitgliedschaft zu Gunsten dieses Projektes.    

weitere Infos zu unserer Zusammenarbeit mit den Awa-Indianern:

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