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Projektantrag
Nachhaltige Nutzung der Kosi Bay / Südafrika
Gemeinsames Management zur Sicherung
der nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen durch die einheimische Bevölkerung in der Kosi-Bay / Südafrika
Projektvorschlag an das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Förderung aus den Zuschlagerlösen des Sonderpostwertzeichens
„Schutz der Küsten und Meere"
Projektpartner in Südafrika:
The Wilderness Foundation (TWF)
P.O.Box 53260
Yellowwood Park
4011 Natal
Republic of South Africa
Tel.: 0027-31-422808
Fax: 0027-31-424656
email: wfndn@eastcoast.co.za
Verantwortlich: Mr. Andrew Ewing / Mr. Ian Player
KwaZulu-Natal Nature Conservation Services (KZNNCS)
Projektleitung: Dr. Robert Kyle (KZNNCS)
Externe Beteiligte:
Oceanographic Research Institute, Seaworld / Durban
Projektbeschreibung:
Ausgangssituation
Lage und ökologische Bedeutung
Das Projektgebiet, die Kosi-Bay und die Kosi-Lakes, befindet sich ganz am östlichen Küstenabschnitt
der Republik Südafrika nahe der Grenze zu Mozambique, in der Provinz KwaZulu-Natal und gehört zum „Greater
St. Lucia Wetland Park".
Die Kosi-Bay und das mit ihr verbundene Seen-System ist die größte entlang der Küste des südlichen
Afrikas, die ökologisch noch intakt ist und dauerhaft eine nachhaltige Nutzung für die generell verarmte
Bevölkerung der Region bieten könnte.
Wegen seiner ökologischen Wichtigkeit wurden die Seen 1987 als Naturreservat ausgerufen und seit 1992 unter
der RAMSAR Konvention als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung geführt.
Bevölkerung, Zielgruppe, ökonomische Bedeutung
Die Seen wurden von RAMSAR-Experten als eines der besten Beispiele weltweit für die kluge Nutzung von Feuchtgebieten
bezeichnet. Sie haben ein lange Geschichte von groß angelegter Nutzung der marinen Ressourcen für die
Ernährung und medizinische Versorgung der lokalen Gemeinden aufzuweisen und viele sind von diesen Ressourcen
noch heute abhängig. Die meisten Ressourcen, die von der lokalen Bevölkerung genutzt werden sind marinen
Ursprungs. Inzwischen existieren die traditionelle Fischerei mit Fischfallen, Freizeit-Angeln und die erst in jüngerer
Zeit etablierte, gemeindeorientierte „Gillnet"-Fischerei nebeneinander her ohne die Grenzen der Nachhaltigkeit
offensichtlich zu sprengen.
Die „Gillnet"-Fischerei ist eine effiziente und selektive
Art des Fischfangs, die in der Lage ist, Fischressourcen zu nutzen, die mit anderen Techniken nicht wesentlich
genutzt werden. Diese Fangtechnik ist beschränkt auf den Nhlange-Lake, um Konkurrenz zu Fischfallen im Norden
und Problemen mit den Krokodilen im Süden zu vermeiden. Mit der Fangtechnik werden keine Fischarten gefangen,
die geangelt werden und selten Arten, die mit Fischfallen gefangen werden. Auch hierdurch werden Konflikte mit
anderen Nutzungsmethoden weitgehend vermieden. In Enkovukeni/KwaMavutchane werden verschiedene Ressourcen genutzt,
hervorzuheben ist hier der Fischfang mit den in der Kosi Bay traditionellen „Fischfallen".
Aufzeichnungen belegen, daß der, von der lokalen Bevölkerung
entnommene Fisch von geschätzten 54 Tonnen pro Jahr vor der Einrichtung des Reservates auf 116 Tonnen im Jahre
1997 anstieg.
Früher regelten die traditionellen Autoritäten die Nutzung
der Ressourcen ihrer Gebiete, aber in den letzten Jahrzehnten versagten viele dieser Kontrollinstanzen. Deshalb
wurden sie durch Naturschutz-Behörden ersetzt um nach deren Regeln und Vorschriften eine nachhaltige Nutzung
zu gewährleisten. Dies wurde zunächst fast unter Ausschluß der betroffenen Bevölkerung betrieben.
In den letzten Jahren wurde dieser Kurs aber korrigiert und ein
neuer integrierter Ansatz entwickelt und implementiert, in dem die lokalen Gemeinden stark eingebunden sind.
Bisherige Tätigkeiten der Projektträger
Sehr viel Forschungsarbeit vor allem über die Nutzung der Ressourcen wurde in den vergangenen Jahren bereits
geleistet.
Intensives Management wurde seit Beginn der 80er Jahre eingeführt und wurde fortlaufend neuen Erkenntnissen
angepaßt. Anfängliche Recherchen zeigten, daß die traditionellen Fangmethoden, wie die „Fischfallen"
oder das Krabben-Sammeln sich innerhalb der Grenzen einer nachhaltigen Nutzung bewegten. Weitere Arbeiten zeigten,
daß sich auch das Freizeit-Angeln innerhalb nachhaltiger Grenzen abspielt und keine negativen Auswirkungen
auf die traditionellen Fangmethoden hatte, da diese auf andere Fischarten abzielt. Das Management wurde so ausgerichtet,
daß beide Nutzungsmethoden nebeneinander bestehen konnten und Maßnahmen wurden ergriffen, um die unterschiedlichen
Nutzergruppen davon zu überzeugen, daß die jeweils andere die genutzten Ressourcen nicht bedrohen. Jüngste
Arbeiten wurden durchgeführt, um festzustellen, ob Raum für weitere, neue Nutzungsmethoden gegeben ist.
Als Ergebnis wurde eine gemeindeorientierte „Gillnet"-Fischerei untersucht, empfohlen, überprüft
und schließlich eingeführt. Diese wird nun streng überwacht.
Die Arbeit mit den ländlichen Gemeinden erweist sich jedoch
als nicht einfach und es ist fast unmöglich einzelne Entwicklungen langfristig vorherzusagen. Die bestehenden
lokalen Strukturen sind noch nicht ausgeprägt oder stark genug, als daß diesen ohne äußere
Hilfe die langfristige Erhaltung der eigenen Naturressourcen zugetraut werden kann. Der unmittelbare kontinuierliche
Kontakt zu ihr ist deshalb äußerst wichtig, um auf ungewollte Entwicklungen unmittelbar reagieren zu
können.
Bisherige Erfolge
Die gemeinsame Sorge um die Ressourcen sowie logistische und finanzielle Zwänge, ermöglichten in jüngster
Zeit ein provisorisches Zusammenarbeiten der Nutzergruppen und der Naturschutz-Behörden. Hieraus entstanden
„Joint Management Committees" für die einzelnen Nutzungsmethoden und Gebiete. Mehrere dieser Committees
arbeiten nun und gute Fortschritte wurden bereits erzielt. Kluften zwischen Behörden, Nutzern und Wissenschaft
konnten überwunden werden. Einige Konflikte konnten gelöst und ein Vertrauensbildungsprozess in Gang
gesetzt werden.
So wurden beispielsweise in den sechs Gemeinden um den Kosi Bay
Nhlange Lake „Community Resource Committees" eingerichtet, die das „Gillnetting" überwachen und
monatlich 45 Fangkonzessionen vergeben. Damit konnte im letzten Jahr fast 40 Tonnen Fisch für die lokale Bevölkerung
gefangen werden, ohne daß die Bestände offensichtlich übernutzt wurden. Im letzten Jahr wurde auch
in Enkovukeni / KwaMavutchane ein - zunächst nur provisorisches - CRC ins Leben gerufen, das allerdings noch
nicht richtig funktioniert.
Ironischer Weise droht der Erfolg des nachhaltsorientierten Managements
nun zu seiner stärksten Bedrohung zu werden. Der hohe Fischbestand zieht aus-wärtige Fischer sogar von
Malawi und Tanzania an. Die Gefahr der mittelfristigen Übernutzung der natürlichen Ressourcen ist dadurch
sehr gewachsen.
Projektziel
Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, zur mittel- bis langfristigen Sicherung der nachhaltsorientierten
Bewirtschaftung der Kosi Bay Region wesentlich beizutragen. Unmittelbares Ziel des Projektes ist es, zusammen mit
der lokalen Bevölkerung nachhaltige Niveaus der Nutzung verschiedener mariner Ressourcen in der Region festzustellen,
Management-Richtlinien auszuarbeiten und angepaßte gemeinsame Managementstrukturen zu etablieren, konsolidieren
und zu fördern. Hierfür sollen stets die betroffenen Gemeinden selbst in das Management der von ihnen
genutzten natürlichen Ressourcen aktiv eingebunden werden.
Projektmaßnahmen
Für die vorwiegend genutzten Ressourcen werden Management-Pläne gemeinsam mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen
ausgearbeitet. Hierfür wird zunächst die Nutzung durch kontinuierliche Zählungen und Beobachtungen
nutzungsrelevanter Aktivitäten über längere Zeiträume quantitativ erfasst und ausgewertet.
Für diese Aufgaben werden gezielt Mitarbeiter, vornehmlich Frauen, aus den lokalen Gemeinden gewonnen, damit
bereits die Erarbeitung der Grundlagen für das spätere Management in den Händen der betroffenen
Bevölkerungsgruppen liegt.
Gleichzeitig werden in einzelnen Gemeinden „community resource
committees" aufgebaut bzw. gefestigt. In ergänzenden Trainingsmaßnahmen zur Führung der Gemeindekommitees,
zu gemeinsamem Management und über ökologische Grundlagen werden Kommitee- und einzelne Gemeindemitglieder
auf die Managementaufgaben vorbereitet. Ihre Aufgabe ist es zunächst, die zwischenzeitlich gesammelten Daten
zu überprüfen und erste Indikatoren über die relative Wichtigkeit der einzelnen Ressourcen zu identifizieren.
Nach etwa einem Jahr „Datensammeln" kann ein erster Management-Entwurf diskutiert werden. Gegen Ende des zweiten
Jahres wird der Handlungsbedarf zu den meisten Problempunkten recht klar sein und in Workshops mit allen jeweils
betroffenen Parteien werden praktikable Managementregeln formuliert und versucht hierüber Konsens zu finden.
Die, zum Teil ortsspezifische, Einzelmaßnahmen des Projektes
sind:
1. Stärkung der vorhandenen Community Ressource Committees
- Mitglieder der in verschiedenen Gemeinden bereits initiierten
„Community Ressources Committees" werden trainiert, die Kapazitäten dieser CRC´s hierdurch gestärkt.
Die dauerhafte Installation eines CRC´s wird in Enkovukeni / KwaMavutchane angestrebt.
- Mitglieder der bestehenden CRC´s in den Gemeinden um den
Kosi Bay Nhlange Lake werden geschult, um in den gemeinsamen Mangementtreffen gleichwertige Partner zur Naturschutzbehörde
sein zu können. An einem vom „Education Team" des Oceanographic Research Institute durchzuführenden
Kurs werden etwa 15 bis 20 Personen aus den betroffenen Gemeinden teilnehmen. Der Kurs findet in der Kosi Bay-Region
statt.
- Gemeindemitglieder von Enkovukeni/KwaMavutchane werden eben-falls
geschult, damit sie in der Lage sind, ihr CRC zu führen und zu ei-ner dauerhaften Einrichtung werden zu lassen.
- Ausgewählten Gemeindemitgliedern muss ein Grundwissen für
die Er-ledigung von Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben vermittelt werden, um die CRC´s in die Lage zu
versetzen adäquate Protokolle ihrer Sitzungen zu verfassen und auch mit zukünftigen Finanzmitteln umzugehen.
Hierzu werden zwei einwöchige Kurse von einem professionellen Trainier aus Durban in den Gemeinden durchgeführt.
- In den zahlreichen anderen Gemeinden in der Kosi Bay Region wird
zwar die Idee der CRC´s eingebracht, da jedoch die Ressourcennutzung nicht so ausgeprägt ist wie in
den vorgenannten Gebieten und sich die Gemeinden über ein großes Gebiet verteilen, erscheint die Bildung
einer spezifischen CRC zunächst nicht möglich.
2. Monitoring
- 5 „Monitors" - Beobachter - sammeln in den einzelnen Gemeinden
zunächst täglich Informationen über die Nutzung der verschiedenen marinen Ressourcen. Später
überwachen sie auch die erfolgreiche Umsetzung vereinbarter Managementstrategien.
- Zur Absicherung der Nachhaltigkeit dieser Ressourcenbewirtschaftung
müssen nun dringend die Mengen und Qualitäten eingehend beobachtet, gezählt und kontrolliert werden.
- Darüber hinaus sollen auch alle anderen wichtigen Nutzungsformen
beobachtet werden um deren Ausdehnung, Einflüsse und Nachhaltigkeit aufzuzeigen und Efolge oder Mißerfolge
des jetzigen Managements darzulegen. Aus früheren Arbeiten ist bereits klar, daß in der Region die größte
traditionelle Krabben-Fischerei im südlichen Afrika sowie die größte wirklich tradtionelle Subsistenz-Fischerei
anzutreffen ist. Zur Zeit scheint die Bewirtschaftungsweise in der Lage zu sein, den Bestand und die kluge Nutzung
zu sichern, jedoch sind die zu Grunde gelegten Bedingungen und Erkenntnisse einer rapiden Veränderung unterworfen.
So legen neueste Erkenntnisse beispielsweise nahe, daß die Nutzung der Meereskrabben bisher deutlich unterschätzt
wurden. Ein großer Teil dieser Ressourcen wird unkontrolliert und unregistriert genutzt, weshalb über
diese Ressourcennutzung nahezu keine belastbaren Informationen verfügbar sind.
Einzelmaßnahmen hierbei sind:
5 „Monitore" aus den betroffenen Gemeinden werden eingestellt
und geschult um die Ressourcennutzung der Gemeinden zu beobachten.
2 Supervisor aus den Gemeinden werden eingestellt. Sie koordinieren
die tägliche Arbeit der Monitore und unterstützten die Projektleitung bei Routinearbeiten.
Daten zur marinen Ressourcennutzung werden erhoben, ausgewertet
und interpretiert.
Durch die Einbindung der Einheimischen in das Monitoring und in
die Auswertung der gesammelten Daten können diese nachvollziehen, was mit ihren eigenen Ressourcen passiert
und welche Auswirkungen Nutzungssteigerungen haben können.
3. Informationsarbeit, Workshops
Durch verschiedene Informations- und Trainingsmaßnahmen sollen
spezifische Informationsdefizite überwunden und Konzepte der nachhaltigen Nutzung und des gemeinsamen Managements
vermittelt werden:
- Regelmäßige, in etwa monatliche Treffen, zum Teil mit
integrierten „Mini-Workshops", zwischen Fischern aus den entsprechenden Ge-meinden, der Projektleitung und
Wissenschaftlern.
Die Treffen sind ein wichtiges Element, um gegenseitig Erfahrungen
austauschen, Sichtweisen und Probleme darlegen und Vertrauen auf-bauen zu können. Sie sollen etwa monatlich
stattfinden, können aber auch bei Bedarf, z.B. bei Auftauchen von Problemen oder Mißverständnissen,
zwischendurch durchgeführt werden.
- Die meisten Fischer haben keine Vorstellung, was „nachhaltige
Nutzung" bedeutet. Sie können nicht glauben, daß Fisch eine begrenzte Ressource ist und halten
folglich Nutzungsbeschränkungen für unnötig oder gar für betrügerisch. Deshalb sollen
die Daten über den Fischfang von den Fischerfamilien selbst gesammelt werden und gemeinsam mit ihnen aufbereitet
und interpretiert werden.
Durch den Einsatz der lokalen Bevölkerung beim Datenerheben
kann diesen vermittelt werden, wie Zählmethoden zur Abschätzung von Fischpopulationen und Fangraten verwendet
werden können. Durch Zusammenfügen der aus Fang und Zählungen gewonnenen Daten soll es möglich
sein, den Fischern die Begrenztheit der Fischressourcen verständlich zu machen und sie davon zu überzeugen,
daß Regulierungen notwendig sind für eine dauerhafte Ressourcennutzung.
- Exkursion zu Seaworld in Durban mit Fischern der einzelnen Gemeinden.
Einzelne Einheimische waren früher bereits in Seaworld in
Durban um Erfahrungen mit dortigen Wissenschaftlern des ORI auszutauschen. Dies hat sich als sehr nützlich
erwiesen, weshalb nun weiteren Gemeindemitgliedern diese Gelegenheit gegeben werden soll.
- Jahres-Workshop mit Vertretern aller „Gillnet"-Gemeinden,
anderer Fischfangmethoden, der KZNNCS, evtl. mit zwei externen Spezialisten.
- Jahres-Workshop mit Vertretern von Enkovukeni / Kwa Mavutchane,
der KZNNCS und Wissenschaftlern
Die Aufgabe der Jahres-Workshops ist es vor allem, die betroffenen
Parteien zusammenzubringen und mit ihnen die im ersten Jahr gesammelten Daten zu diskutieren und gemeinsame Managementregeln
basierend auf einer nachhaltigen Nutzung zu entwerfen und zu vereinbaren.
- Produktion eines Infoblattes in Zulu über den Prozess und
die Ziele des gemeinsamen Managements für die Zielgruppe in Enkovukeni / KwaMavutchane.
Speziell für diese Zielgruppe ist ein Informationsblatt wichtig,
um die Bedeutung des - noch provisorischen - CRC´s zu erklären und damit seine permanente Arbeit zu
begründen.
- Sobald ausreichend Nutzungs-Daten gesammelt und analysiert wurden
und die Gemeindemitglieder für die Ausschuß-Arbeit trainiert wurden, ist die Durchführung eines
Workshops notwendig, in dem eine weitgreifende Verständigung über das gemeinsame Management für
eine nachhaltsorientierte Nutzung zwischen Nutzern, Naturschutzbehörde und Wissenschaftlern gefestigt werden
soll. Dies wird gegen Ende des Zwei-Jahres-Projektes sein.
- Produktion von Infoblättern und Postern über andere
Ressourcennutzung im restlichen Kosi Bay-Gebiet
- Allgemeine Information an Schulen und in Gemeindebüros in
den weiter verstreuten Gemeinden im ganzen Kosi Bay-Gebiet.
Mit einer mehr als Hintergrundarbeit zu verstehenden Informationsarbeit
soll die Idee des gemeinsamen Managements und der nachhaltsorienierten Ressourcennutzung auch in Gemeinden hineingetragen
werden, die vor allem auf Grund unspezifischerer Ressourcennutzung bisher keine speziellen Ressource Committees
gebildet haben. Es soll hiermit ein Grundstein gelegt werden, damit auch diese Ressourcennutzung in Zukunft bewußt
wahrgenommen wird und ihre Relevanz auf Grundlage der Datenerhebungen realistisch abgeschätzt werden kann.
Projektinfrastruktur
Das Projekt wird in Südafrika von der „Wilderness Foundation"
getragen und verwaltet, die über einschlägige Erfahrung bei der Projektdurchführung im Gebiet des
Greater St. Lucia Wetland Parks, weitreichende Kontakte und entsprechende Büroin-frastruktur verfügt.
Die KZNNCS stellt für das Projekt erfahrene Fachleute zur Ver-fügung und ein Teil ihrer Infrastruktur
zur Verfügung.
Erwartete Ergebnisse
1. Stärkung der vorhandenen Community Ressource Committees
- Die CRC´s in den „Gillnet"-Gemeinden um den Kosi Bay
Nhlange La-ke sind in der Lage die Nutzung ihrer marinen Ressourcen nachhalts-orientiert zu steuern und als gleichwertige
Partner mit den Natur-schutzbehörden hierfür Regeln zu vereinbaren.
- Mitglieder des CRC von Enkovukeni/KwaMavutchane sind in der Lage
ihr CRC zu führen und wird in der Gemeinde als dauerhafte Einrichtung verstanden. Das CRC ist in der Lage
die Nutzung ihrer marinen Ressourcen nachhaltsorientiert zu steuern und als gleichwertige Partner mit den Naturschutzbehörden
hierfür Regeln zu vereinbaren.
2. Monitoring
- Die über den Projektzeitraum von zwei Jahren gesammelten
Daten und Informationen über die Nutzung der marinen Ressourcen sind in einer EDV erfasst und sind die Grundlage
für die Diskussion über die Res-sourcennutzung in den betroffenen Gemeinden.
3. Informationsarbeit, Workshops
- In regelmäßigen Treffen zwischen den Fischern, Vertretern
der Naturschutzbehörde und Wissenschaftlern wurden gegenseitig Erfahrungen ausgetauscht und Vertrauen aufgebaut.
- Viele Fischer können nachvollziehen, daß Fisch eine
begrenzte Res-source ist und haben Verständnis für Nutzungsregulierungen.
- In den beiden Jahres-Workshops wurden Managementregeln zur Steuerung
der nachhaltsorientierten Ressourcennutzung durch die betroffenen Gemeinden vereinbart.
- In zahlreichen anderen Gemeinden in der Kosi Bay Region ist die
Funktion und Aufgabe von CRC´s bekannt.
Kooperationsmöglichkeiten
Weitere sich im Projektverlauf anbietende Kooperationsmöglichkeiten
werden nach Kräften genutzt.
Vorstellung der Ergebnisse
Über die Projektergebnisse wird in einem ausführlichen
Projektabschlußbericht berichtet, der den Zuschußgebern unaufgefordert zugestellt wird und zumindest
als Kurzfassung über das Internet kostenlos öffentlich zugänglich ist.
Zeitplan
Begin: sobald Mittel zur Verfügung stehen, möglichst
ab Dezember 1998
Dauer: 25 Monate
Projektphasen
- Vorbereitungsphase (Monat 1-3):
Einstellung der Monitore und Supervisor
Einführungstreffen mit Mitgliedern bestehender CRC´s
und Fischern
Training der Monitore und Supervisoren
- Hauptphase (Monat 4-23):
Schulung von Mitgliedern der CRC´s
ständiges Daten- und Informationssammeln durch Monitore
monatliche Treffen zwischen Gemeinden und Naturschutzbehörde
Jahres-Workshops (etwa Monat 13)
Abschluß-Workshops zur Vereinbarung der Managementregeln
(Monat 23)
- Projektabschluß (Monat 24-25):
Die notwendigen Managementstrukturen existieren und arbeiten
Erstellung des Abschlußberichtes und Abrechnung des Projektes
Projektkosten
(alle Beträge in DM)
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Zweck
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Gesamt
|
Ausgaben im 1. Jahr
|
Ausgaben im 2. Jahr
|
|
1.
|
Personalkosten
Projektkoordinator
und Projektassistent
7 lokale Projektmitarbeiter
Zusätzliche Aushilfen
Mitarbeiter für Datenerfassung
Projektbetreuung |
94.298,27
|
47.899,13
|
46.399,13
|
|
2.
|
Geräteanschaffungen
Fieberglasboot
Overheadprojektor
Diaprojektor
Fotokopiergerät
Funktelefon mit Fax
2 Handfunkgeräte |
10.468,75
|
10.468,75
|
|
|
3.
|
Verbrauchsmaterial
Workshops
Kommunikation
Bürokosten
Übersetzungen
Bankgebühren |
23.621,00
|
11.138,00
|
12.483,00
|
|
4.
|
Reisenkosten
Fahrtkosten, Unterkunft und Spesen für Reisen des Projektpersonals, der Seminarteilnehmer und beratender
Experten;
Treibstoff, Wartung, Reperatur, Öl für Außenborotor;
Projektbetreuungsreise |
21.804,22
|
13.407,11
|
8.397,11
|
|
5.
|
Extern vergebene Arbeiten
2 Trainingskurse vor Ort
2 Trainingskurse für Ainistration der CRC´s
Technische Hilfe vor Ort |
14.786,90
|
12.713,25
|
2.073,65
|
| |
Gesamtbetrag |
164.979,14
|
95.626,24
|
69.352,89
|
Finanzierung der Projektkosten
(alle Beträge in DM)
| Finanzierung durch |
Anteil |
Gesamtbetrag |
Einnahmen im 1. Jahr |
Einnahmen im 2. Jahr |
| Eigenmittel |
21,2% |
35.000,00 |
20.286,92 |
14.713,08 |
| beantragter BMU-Zuschuß |
78,8% |
129.979,14 |
75.339,32 |
54.639,81 |
| Gesamt |
100,0% |
164.979,14 |
95.626,24 |
69.352,89 |
|
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