Facing Finance - Finanzmärkte im Visier

logo-facing_finance-deWeltweit werden Menschenrechte und Arbeitsrechte verletzt, Umweltschutzgebote nicht beachtet, ja massive Umweltzerstörung betrieben oder billigend in Kauf genommen, völkerrechtswidrige Waffensysteme hergestellt und eingesetzt. Und die Geschäfte damit werden durch Korruption befördert.

Dass Investitionsentscheidungen und Unternehmensaktivitäten zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung beitragen, bleibt meist verborgen. Oft genug auch den Investoren. Es wird – ob bewusst oder unbewusst – verstoßen gegen international vereinbarte und anerkannte Normen und Standards, die den Schutz von Menschenrechten, der Umwelt und vor völkerrechtswidrigen Waffensystemen gewährleisten sollen.

Das Bündnis FACING FINANCE wird weltweit Unternehmen identifizieren, die massiv und fortwährend gegen diese Normen verstoßen und davon auch noch profitieren. Wir werden institutionelle, öffentliche und private Investoren hierüber informieren, sie für die Beachtung von ethischen, sozialen und nachhaltigen Standards bei ihren Investments sensibilisieren, und wir werden darauf drängen, dass sie entsprechende Standards verbindlich in ihrer Investitionspolitik verankern. Sie sollen jegliche Finanzgeschäfte mit Unternehmen, die diese Standards missachten, einstellen.

Im Bündnis FACING FINANCE haben sich Nicht-Regierungsorganisationen zusammengeschlossen, die sich seit Jahren intensiv mit dieser Problematik auseinandersetzen. Jeder der Akteure bringt seine ganz spezifischen Fähigkeiten, Erfahrungen und sein Wissen ein:

  • Solidaritätsdienst International (SODI) z.B. seine langjährigen Erfahrungen aus der Landminen-Kampagne,
  • Urgewald seine Arbeit zu Banken, internationalen und multilateralen Finanzinstitutionen sowie zu Großprojekten, die Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen hervorbringen, ja gerade zu bedingen,
  • EarthLink seine Arbeit zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation und insbesondere zum Thema ausbeuterische Kinderarbeit,
  • das belgische Netwerk Vlaanderen seine Arbeit zu Finanzinstitutionen und Finanzprodukten,
  • die polnische Fundacja Centrum CSR.PL, die zu Unternehmensverantwortung sowie zu ethisch und nachhaltigen Investments arbeitet,
  • und schließlich JA!, Justicia Ambiental aus Mozambique, die Teil des Friends-of-the -Earth-Netzwerkes ist und zu Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in Mozambique und in Sub-Sahara-Afrika arbeitet.

Und wir werden in den kommenden Monaten Kooperationen mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren suchen, die sich in diesem Themenkreis engagieren.

Die Kampagne FACING FINANCE stützt sich damit auf professionelle Recherchen und ein umfassendes Recherchenetzwerk, auch und insbesondere in Sub-Sahara-Afrika.

FACING FINANCE sucht den offenen Dialog mit Entscheidern aus Politik und Finanzwirtschaft, mit Investoren, Finanzdienstleistern, Finanzberatern und Finanzrating-Agenturen. Mit öffentlichen Aktionen werben wir für eine breite Unterstützung unseres Anliegens.

FACING FINANCE wird sich für gesetzlich verankerte Investitionsverbote einsetzen, wie beispielsweise für Streubomben, aber sicherlich auch darüber hinaus zu anderen Menschenrechtsverletzungen, die nicht weniger gravierend sind.

Weitere und aktuelle Informationen zu dieser Kampagne finden Sie auf der Kampagnen-Website facing-finance.org