Brasilien: Baustopp für Riesenstaudamm

Von einem brasilianischen Gericht wurde für den drittgrößten Staudamm der Welt, dem „Belo-Monte“, ein Baustopp verhängt. In der Urteilverkündung hieß es, das Megaprojekt würde die Ureinwohner am Fischfang hindern.

Das Baukonsortium Norte Energia dürfe, so das Urteil, keine infrastrukturellen Änderungen im -Gebiet vornehmen, die den natürlichen Verlauf des Xingu-Flusses beeinträchtigten, da damit der für die Ureinwohner wichtige Fischbestand gefährdet sei.

Für den ökonomischen Aufschwung des Landes ist das 8,1 Milliarden Euro teure Projekt aufgrund des immensen Energiepotentials indes von zentraler Bedeutung.

Bereits im Februar des Jahres hatte ein Gericht im Bundesstaat Para die Teilgenehmigung für den Bau aufgehoben, da 500 Quadratkilometer abgeholzt und 17.000 bis 50.000 Ureinwohner zwangsweise umgesiedelt werden müssten. Auch seinen Auflagen der brasilianischen Umweltbehörde Ibama nicht erfüllt worden.

Unterstützung bekommt das Energieunternehmen von Präsidentin Dilma Rousseff, die den Bau aufgrund der rasch wachsenden Wirtschaft des Landes für unabdingbar hält. Umweltschützer und prominente Aktivisten, darunter US-Regisseur James Cameron und der britische Sänger Sting, fordern das Land entgegen auf, mehr in die Energieeffizienz zu investieren. Mehr als 40 Prozent der könne so eingespart und der ökonomische Aufstieg auch ohne den Riesenstaudamm vollzogen werden.

 

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Über Mathias / EarthLink

Praktikant bei EarthLink / Student der Politikwissenschaft mit Nebenfach Geschichte an der LMU München. Aufgabenbereiche: Projektmitarbeit "Aktiv gegen Kinderarbeit" und "Drogen Macht Welt Schmerz"
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