Bilanz für Awá nach einem Jahr fällt schlecht aus: Kolumbianische Regierung hat nichts bewegt

Am vergangenen Wochenende sind Vertreter der Awá mit der kolumbianischen Regierung zusammen getroffen, um über die Fortschritte der Maßnahmen zu sprechen, die ihnen vor knapp einem Jahr versprochen wurden. Das Treffen fand in den Räumlichkeiten der interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (CIDH) in Washington D.C. statt, die damals die kolumbianische Regierung aufgefordert hatte, künftig für den Schutz und die Rechte des Volkes der Awá zu sorgen. 

Die Bilanz nach einem Jahr fiel leider schlecht aus: Es lässt sich belegen, dass die Gewalt gegen die Awá sogar zugenommen hat. Seitdem das Abkommen im März letzten Jahres abgeschlossen wurde, ist es der kolumbianischen Regierung unter Juan Manuel Santos lediglich gelungen ein einziges Treffen mit den Awá zu organisieren, welches jedoch ohne nennbares Resultat zu Ende ging. Konkrete Maßnahmen seitens der Regierung wurden weder beschlossen noch unternommen.

Das Treffen am vergangenen Wochenende gab den Awá die Chance, diese Missstände vor der CIDH aufzuzeigen. Es wurde eine weitere Zusammenkunft mit der Regierung vereinbart, die innerhalb von 30 Tagen stattfinden soll.

Ob dann endlich konkrete Maßnahmen seitens der kolumbianischen Regierung ergriffen werden, bleibt abzuwarten.

 

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