Der “Public Eye Award”: Die Wahl um das schamloseste Unternehmen hat begonnen

Bild: © n.v. -

Jedes Jahr küren die Menschenrechtsorganisationen „Erklärung von Bern“ und „Greenpeace Schweiz“ die beiden schamlosesten Unternehmen weltweit und überreichen ihnen zu Beginn des Jahres die beiden gefürchteten Public Eye Awards. Das ganze Jahr über konnten Vorschläge für Nominierungen an die Initiatoren der NGOs eingereicht werden, die anschließend durch die Universität St. Gallen begutachtet wurden. Nominiert wurden Firmen, die in ihren Geschäftstätigkeiten Menschenrechte massiv verletzten oder Umweltzerstörungen begangen und dadurch ihre Firmenverantwortung nicht wahrgenommen hatten.1

Es existieren zwei Public Eye Awards: Zum einen der Publikumspreis, der durch ein öffentlich zugängliches Online-Voting festgelegt wird und zum anderen der Jurypreis, den eine ausgewählte Gruppe aus Wirtschaftsethikern und Menschenrechtsexperten vergibt.2 Zur Orientierung der Wähler lassen sich auf der neu gestalteten Website Firmenprofile der nominierten Unternehmen nachlesen. Zudem zeigt ein digitales „Who is who“ welche Köpfe bei den Unternehmen in Verantwortung stehen und informiert über die Positionen und Gehälter.1

Zur diesjährigen Wahl stehen acht Unternehmen zur Auswahl, alle in den verschiedensten Bereichen tätig aber aus denselben Gründen nominiert. Die Fußballorganisation FIFA soll zugunsten der Weltmeisterschaft 2014 hunderttausende von Menschen zwangsumgesiedelt haben. Den Chemiekonzernen Syngenta, Bayer und BASF wird vorgeworfen durch ihre Herstellung von Pestiziden maßgeblich am Massensterben der Bienen beteiligt zu sein.3 Momentan führt bei der Publikumsabstimmung die Ölfirma Gazprom, die aufgrund ihrer kontinentalen Bohrungen für unzählige Öllecks und somit gravierenden Umweltschäden verantwortlich ist.45

Es ist wohl selbsterklärend, dass der Public Eye Award einigen Firmen ein Dorn im Auge ist. So wehrte sich im vergangenen Jahr der Energieproduzent Repower gegen die Anschuldigungen der NGOs. Der Jurypreis 2013 ging an die US-Bank Goldman Sachs, der Publikumspreis an den Ölkonzern Shell.6

Das Online-Voting für den Publikumspreis startete bereits am 26. November und läuft bis kurz vor Beginn des World Economic Forums. Die Gewinner des Publikumspreises und des Jurypreises werden am 23. Januar 2014 anlässlich einer Pressekonferenz während des Forums gekürt.

Den Link zur Wahl finden Sie hier.

  1. Moneycab: FIFA und Syngenta für den Public Eye Award 2014 nominiert – aufgerufen am 12.12.13 [] []
  2. Public Eye Award: Die Awards – aufgerufen am 12.12.13 []
  3. Artikel nicht mehr vorhanden- aufgerufen am 12.12.13 []
  4. Südostschweiz: Gazprom liegt auf dem Schandplatz – aufgerufen am 12.12.13 []
  5. Public Eye Award: Gazprom – aufgerufen am 12.12.13 []
  6. 20 Minuten: FIFA und Syngenta für Schmähpreis nominiert – aufgerufen am 12.12.13 []

Über Franziska / earthlink

Nach 9 wundervollen Monaten bei earthlink, beende ich nun meinen Bundesfreiwilligendienst und werde noch in ein paar weitere soziale Bereiche hineinschnuppern, bis ich Oktober 2014 hoffentlich zu studieren beginne ;-)
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