Die Ausrottung steht unmittelbar bevor

Bild: © n.v. -

„Während wir in der Gemeindeversammlung Awá das Überleben unseres Volkes verlangen, geht die Ermordung unserer indigenen Brüder weiter.“

 

Das indigene Volk Awá, dass in Nariño lebt, ist das am meisten bedrohte unter den 34 indigenen Völkern, die vom Risiko des unmittelbaren physischen, kulturellen und geistigen Aussterbens bedroht sind.

Die Mitlgieder des Stammes, von Ermordungen und Ungerechtigkeit müde, haben die “Minga Humanitaria por la Vida y la Dignidad del Pueblo Awá“, eine Versammlung der Awá Gemeinde, wieder ins Leben gerufen, damit die humanitäre Krise und ihre Forderungen  öffentlich gemacht werden, sowie ihre Rechte respektiert werden.

Mit einer Meldung, die sich an internationale Organisationen richtet, hat die Versammlung alle Ungerechtigkeit gegen ihr Volk sowie  ihre Forderungen dargestellt.

In den Meldungen haben die Awás die Ermordung von 5 indigenen Brüdern, unter denen sich der Regierungspräsident von Inda Guacaray, Álvaro Juan Nastucuas Pai befindet, das Verschwinden von Iván Rodríguez Goyes, sowie  die  willkürliche Verhaftung von Nelson García Pascal und Übergriffe auf Kollegen angeklagt.

Forderungen:

„Obwohl der Staat uns aus der Geschichte verbannt hat, gehen die Bedrohungen, willkürliche Verhaftungen, Verschwinden und Ermordungen von traditionellen Behörden und indigenen Brüdern weiter.

Aufgrund der jüngsten Ereignisse fordern wir von der  Landesregierung,
unsere physische, psychische, kulturelle und geistige Integrität zu schützen und die Einführung des integralen Plans zum Schutz des Awá Volkes zu garantieren.

Wir fordern von den bewaffneten legalen und illegalen Akteuren mit Präsenz in unserer Region,  Respekt für das Leben und die physische Integrität aller unserer Schwestern und Brüder,  Respekt für unsere uralten Territorien, sowie Respekt für die individuellen und kollektiven Rechte des Awá-Volks.

Wir fordern vom  Obersten Gerichtshof, die nötigen Untersuchungen durchzuführen und sicherzustellen, dass keine Straffreiheit für die genannten Morde herrscht.

Vom nationalen Betreuungs- und Entschädigungssystem für die Opfer erbitten wir, den Fokus auf das komplette interinstitutionelle System zu richten, sodass diese Fälle sofort die komplette zuständige Aufmerksamkeit bekommen.

Von der  Rechtsschutzstelle des Volkes erbitten wir, die systematischen Menschenrechtsverletzungen gegen unsere Leute zu beobachten und zu überprüfen und von den zuständigen Behörden die Einhaltung ihrer legalen und konstitutionellen Funktionen zu fordern.

Von Organisationen, die sich mit unserem Volk solidarisieren, fordern wir Überwachung und permanente Begleitung der anfälligen Rechtssituation, welche den indigenen Gemeinschaften der Awá widerfährt.

Vom interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und den Vereinten Nationen erbitten wir Solidarität mit der Forderung an die kolumbianische Regierung, dass unseren Awá-Familien wirklicher Schutz garantiert wird.“

In diesem  Jahr hat es bereits 17 tödliche Übergriffe auf Mitglieder des Awá Volks gegeben und trotz der ständigen Forderungen der Awá Versammlung und von NGOS, diese zu stoppen, gab es bislang keine Regung von Seiten der Regierung. Diese Tatenlosigkeit bringt die uralte Ethnie der Awa in unmittelbare Gefahr der Ausrottung.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

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