Awá Volk wendet sich verzweifelt an Vereinte Nationen

Bild: © n.v. -

Wie wir im Dezember vergangenen Jahres berichteten, ist das Indianervolk der Awá die am meisten bedrohte indigene Bevölkerungsgruppe Kolumbiens.1

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Obwohl den Indianern bereits vor geraumer Zeit ein Territorium zugeteilt und ihnen ihre Autonomie zugesichert wurde, hat es die kolumbianische Regierung bis heute versäumt, für die Wahrung dieser Privilegien zu sorgen. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu verhängnisvollen Vorfällen im Schutzgebiet der Awá, bei denen Indianer verletzt oder misshandelt wurden oder gar ums Leben kamen. Die Konflikte entstehen, wenn Rebellengruppierungen wie die FARC das Land der Awá als Rückzugsgebiet nutzen oder wenn Firmen auf deren Territorium illegal Rohstoffe abbauen. Aber auch die kolumbianische Armee, welche die Rebellen verfolgt, wurde schon beschuldigt, sich an hilflosen Awá-Indianern vergangen zu haben.

Zahlreiche Hilferufe und Appelle der Awá an die kolumbianische Regierung blieben bis heute wirkungslos. Nun wandte sich die Awá-Führung verzweifelt an die Vereinten Nationen und wies in einem offiziellen Antrag auf die desperate Lage ihres Volkes hin.

Es bleibt abzuwarten, welche Schritte die UNO letztendlich zugunsten der Awá-Indianer in die Wege leiten wird, denn leider ist das Volk der Awá nur eines von zahlreichen indigenen Völkern weltweit, dessen Rechte mit Füßen getreten wird und das kurz vor der Ausrottung steht.

  1. UN: Struggle for survival: Colombia`s indigenious people face threat of extinction []

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