Bonsum – nachhaltiger Konsum mit gutem Gewissen

Als Verbraucher steht man oft vor dem Problem, etwas wirklich Nachhaltiges und fair Hergestelltes kaufen zu wollen. Läden und Online-Shops gibt es genug, nur ob diese wirklich darauf achten, dass die Arbeiter fair bezahlt werden und keine Kinder arbeiten müssen, lässt sich selten nachvollziehen. Um dieses Problem zu lösen, haben zwei Berliner Jungunternehmer „Bonsum“ gegründet – eine Suchmaschine für nachhaltiges Online Shopping.

Warum habt Ihr Bonsum gegründet? Was wollt Ihr mit eurer Seite erreichen?

Eigentlich haben wir Bonsum aus der Motivation heraus gegründet, unser eigenes Einkaufsverhalten zu ändern. Trotz eines ausgeprägten Umweltbewusstseins erwischen wir uns immer wieder dabei, wie wir statt zur nachhaltigen Alternative zum billigen Standardprodukt greifen. Wenn wir bei der Herstellung von Konsumgütern immer nur versuchen die Produktionskosten zu minimieren, dann passiert das meist auf Kosten unserer Umwelt. Darunter leiden Mensch und Natur gleichermaßen. Und auch wenn sich in den letzten Jahren ein immer stärker werdender Trend hin zu nachhaltigen Produkten entwickelt hat, kaufen wir alle doch immer wieder Billigwaren ein. Uns ist aufgefallen, dass der Griff zum Standardprodukt oft auch deshalb passiert, weil Fair Trade oder Bio nicht immer und überall einfach zu finden ist und am Ende die Bequemlichkeit siegt und wir eben zum nächstbesten Produkt greifen. Das gilt für den Einkauf im Laden ebenso wie für den im Internet.

Genau das möchten wir jedoch ändern! Mit Bonsum wollen wir den Zugang zu wirklich nachhaltigen Anbietern vereinfachen und langwierige Recherchen überflüssig machen. Zudem möchten wir mit der Vergabe von Bonuspunkten einen Anreiz schaffen und Menschen dazu motivieren auch regelmäßig zu nachhaltigen Produkten zu greifen. Das schaffen wir, indem wir jeden Einkauf mit Bonets belohnen, unseren Bonuspunkten. Unsere Bonets lassen sich dann nutzen, um Gutes zu tun, oder um weiter nachhaltig einzukaufen. Wer seine Bonets an soziale Organisationen spendet oder einlöst, um etwa einen Baum pflanzen zu lassen, kann seinen positiven Einfluss auf die Umwelt sogar verdoppeln. Und das alles nur, weil er sich für ein nachhaltiges Produkt entschieden hat. Im Gegensatz zum Verzicht, zu dem in Europa ja gerne mal aufgerufen wird, glauben wir, einen Ansatz gefunden zu haben, der auch die breite Masse erreichen kann. Und nur dann können wir wirklich etwas bewegen und auch die Hersteller zum Umdenken bewegen. Denn für jedes nachhaltige Produkt, das gekauft wird, fliegt jeweils ein auf Kosten der Umwelt produzierter Artikel aus dem Regal.

Wie genau funktioniert Bonsum bzw. wie überprüft Ihr die Online-Shops?

Wie oben bereits erwähnt bietet Bonsum einen Überblick über wirklich nachhaltige Online-Shops. Wir legen bei unseren Partnern insgesamt fünf Kriterien fest:

  • Fair geht vor – sind die Produkte ethisch und fair hergestellt?
  • Tierisch gut – sind die Produkte vegan? Mussten Tiere dafür leiden?
  • Rohstoffe? – gibt es recycelbare, recycelte oder Ressourcen schonend hergestellte Produkte?
  • Detox dein Leben – sind die Inhaltsstoffe gut für mich?
  • Dicke Luft – wie sieht es aus mit CO2-Neutralität?

Um in unsere Übersicht aufgenommen zu werden, müssen mindestens zwei Kriterien erfüllt sein. Die Kriterien erlauben es uns, Car-Sharing-Anbieter mit Lebensmittel-Shops zu vergleichen und schaffen für unsere Nutzer Transparenz. Um dieser Transparenz und dem Vertrauen unserer Nutzer auch gerecht zu werden, überprüfen wir jeden Shop manuell. Dabei kommt uns die nachhaltige Ausrichtung unserer Partner sehr zu gute. Fast alle Shops informieren auf ihrer Website ausführlich darüber, was den eigenen Shop nachhaltig macht. Zudem vergleichen wir unsere Ergebnisse mit anderen Quellen. Ist der Anbieter eventuell schon von „Rank-a-Brand“ bewertet worden oder steht er eventuell auf einer schwarzen Liste? Wenn wir Zweifel haben, rufen wir auch schon mal den Inhaber an und fragen nach. Sollten sich die Zweifel nicht zerschlagen haben, gehen wir auf Nummer sicher und listen den Shop lieber nicht.

Über antonia / earthlink

Nachdem ich im Sommer 2014 mein Abitur gemacht habe, arbeite ich derzeit als Bundesfreiwillige bei earthlink e.V. Im Herbst fange ich mit meinem Humangeografie Studium an. Die Arbeit hier ermöglicht es mir erste Erfahrungen in dem Arbeitsbereich, der mich interessiert, zu sammeln und herauszufinden ob es wirklich das Richtige für mich ist.
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